Lactose (auch Milchzucker, Sandzucker oder Laktose), lactis für Milch und der Endung -ose für Zucker, ist ein in Milch und Milchprodukten in Mengen von 1,5–8 % enthaltener Zucker.
Lactose gehört zur Gruppe der Disaccharide (Zweifachzucker) und besteht aus den beiden Molekülen D-Galactose und D-Glucose, die über eine β-1,4-glycosidische Bindung verbunden sind. Nach IUPAC wird Lactose als 4-(β-D-Galactopyranosyl)-D-glucopyranose bezeichnet.
Bei Laktoseintoleranz (medizinisch eine Kohlenhydratmalabsorption), auch als Milchzuckerunverträglichkeit, Laktosemalabsorption, Laktasemangelsyndrom oder Alaktasie bezeichnet, wird der mit der Nahrung aufgenommene Milchzucker (Laktose) als Folge von fehlender oder verminderter Produktion des Verdauungsenzyms Laktase nicht verdaut. Für den größten Teil der Weltbevölkerung ist das der Normalfall, nur einige Populationen verfügen über eine Laktaseaktivität bzw. -persistenz.